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Österreich: Wartezeit für die PV-Branche
25.01.11

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Österreich: Wartezeit für die PV-Branche

Der Markt für Photovoltaik in Österreich muss derzeit mit Wartezeiten bei der Förderung von fast zehn Jahren leben. Ein Zustand, den Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) als unhaltbar bezeichnete. Das Förderkontingent für PV-Anlagen über fünf kWp ist bereits bis zum Jahr 2019 ausgeschöpft, hieß es jetzt in einer offiziellen Pressemitteilung der PVA. Das Marktwachstum des österreichischen PV-Sektors wird durch die Beschränkung der Förderung auf 2,1 Mio. Euro pro Jahr stark eingeschränkt. Das eigentliche Interesse an der Errichtung von PV-Anlagen in Österreich ist dahingegen ungebrochen hoch. Branchenvertreter befürchten schon seit geraumer Zeit, dass durch die Förderpolitik der österreichischen Regierung der Anschluss an die Marktentwicklung im globalen Kontext verpasst werden könnte. Erste Anzeichen gibt es bereits. So spezialisiert sich das österreichische Unternehmen Fronius aufgrund der politischen Rahmenbedingungen zu 99 Prozent nur noch auf den Export seiner Produkte. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Forderungen nach einer umfassenden Reform der Förderbedingungen immer lauter werden, um das Marktwachstum und Arbeitsplätze zu sichern sowie die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Darüberhinaus scheint das Problem nicht nur für die österreichische Wirtschaft entscheidend zu sein, sondern könnte auch im Hinblick auf wahlpolitische Zusammenhänge in Betracht gezogen werden. Ergebnisse einer aktuellen Studie von euroSEARCH (u.a. vom österreichischen Umweltministerium beauftragt) zeigten nun, dass nur zwei Prozent der Österreicher der Politik in Sachen Energiefragen vertrauen und dass 80 Prozent die Maßnahmen zur effizienten Förderung von erneuerbaren Energien als nicht ausreichendbeurteilen.

Weiter Informationen: Photovoltaic Austria (PVA), Pressekonferenz PVA , EuBusiness.at 

Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu: Österreich, Photovoltaik 

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