Republik Moldau: Einspeisetarife sollen dem EE-Markt Aufwind geben
Die Republik Moldau plant laut aktuellen Angaben die Einführung eines Einspeisetarifsystems für 2012.
Der Binnenstaat kann nur ein Drittel seiner benötigten Energie selbst produzieren und ist somit stark von Energieimporten abhängig. Die wichtigsten Exportländer sind die angrenzenden Staaten Rumänien, die Ukraine und Russland. Daher hat das Land ein großes Interesse am Ausbau der erneuerbaren Energien. Ein Drittel der benötigten Energie kann die Republik Moldau im eigenen Land generieren, unter anderem durch zwei Wasserkraftwerke und drei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent zu erhöhen. Durch die Etablierung von festen Einspeisetarifen sollen nun gute Rahmenbedingungen für Investoren geschaffen werden und der Zubau von EE-Projekten steigen. Die Zuständigkeit zur Festschreibung der Vergütungen obliegt der Nationalen Energie Regulierungsbehörde (ANRE), die derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen ausarbeitet. Dabei dienen die europäischen und amerikanischen Fördersysteme als Leitbilder für die moldauische Energieregelung, so Victor Parlicov, Geschäftsführer der ANRE.
Die Einspeisetarifen sollen je nach Anlagentyp über einen Zeitraum von 20 Jahren gelten und dabei Kapitalkosten sowie Abschreibungs-und Materialkosten berücksichtigen. Zurzeit gibt es noch keine konkreten Zahlen. Sobald die Einspeisetarife feststehen, werden sie auf der Homepage der ANRE veröffentlicht.
Weitere Informationen:
ANRE
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