Rumänien: Vereinfachung der Genehmigungsprozesse zur Förderung Erneuerbarer-Energien-Anlagen in Sicht
Die rumänische Energieregulierungsbehörde
ANRE hat im Juni 2011 einen Entwurf zur Novellierung des nationalen Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energien veröffentlicht.
Die Novellierung soll viele Details des bis jetzt geltenden Gesetzes 220/2008 neu regeln, das aufgrund diverser Schwierigkeiten bisher ohnehin nie wirklich angewendet worden war. Die bis jetzt größte Hürde der Erneuerbare-Energien-Entwicklung in Rumänien stellen der immer noch sehr komplizierte administrative Genehmigungsprozess und das intransparente Vergabeverfahren dar. So braucht ein Windparkentwickler zum Beispiel etwa 85 verschiedene Genehmigungen. Die Novellierung soll das administrative Genehmigungsverfahren für Anlagen mit einer installierten Kapazität bis ein MW vereinfachen, solange diese keine Betriebsgenehmigung benötigen.
Das Gesetz 220/2008 gewährt allen Erzeugern regenerativer Energie grüne Zertifikate pro Megawattstunde erzeugten Stroms für einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Anzahl der Zertifikate ist technologieabhängig. So erhalten z. B. PV-Betreiber sechs grüne Zertifikate pro Megawattstunde und Windenergieanlagen-Betreiber zwei. Zurzeit liegt der Preis für grüne Zertifikate in Rumänien zwischen 27 und 55 Euro. Das nationale Ziel für erneuerbare Energien ist ein 38 prozentiger Anteil am Brutto-Stromverbrauch bis 2020. Momentan werden ca. 26 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt, was vor allem an der hohen Anzahl großer Wasserkraftanlagen liegt.
Weitere Informationen:
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