Serbien: Windanlagenhersteller fordern Garantie für Netzanschluss
Im Februar wurde ein Entwurf des neuen serbischen Energiegesetzes vorgestellt. Ankerpunkte der Novelle sind die verstärkte Förderung erneuerbarer Energien sowie eine generelle Marktliberalisierung.
Um die EU-Direktiven für die EU-Beitrittskandidaten zu erfüllen, muss Serbien bis 2020 mindestens 20 Prozent seines Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien beziehen. Bisher dominieren Kohlekraftwerke bei der Produktion des heimischen Stroms. Um den EU-Zielen gerecht zu werden, setzt das serbische Ministerium für Energiewirtschaft und Bergbau auf den Ausbau der Windenergie. Laut aktuellen Schätzungen würden die Windbedingungen in Serbien an zahlreichen Standorten den Bau von Windparks mit einer Kapazität von bis zu 1.300MW ermöglichen. Diese Potenziale werden jedoch laut Mark Crandall, dem Vorsitzenden der Windparkentwickler Continental Wind Partner LLC, aufgrund der fehlenden Garantie zum Netzanschluss nicht ausgeschöpft.
Einige Windparkentwickler bemängeln, dass der nun vorgelegte Gesetzentwurf an relevanten Stellen Lücken aufweist. So wird kritisiert, dass bisher keine eindeutige Garantieklausel für die Abnahme des durch Windkraftanalagen erzeugten Stroms formuliert wurde.
Genaue Netzanschlussbedingungen und weitere Details sollen laut Regierung erst zu einem späteren Zeitpunkt in das neue Energiegesetz aufgenommen werden.
Weitere Informationen zu:
Serbisches Ministerium für Energie und Bergbau
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