Spanien: Mögliche Kürzungen im Einspeisevergütungssystem
Die Spekulationen um Kürzungen im spanischen Fördersystem für Erneuerbare Energien halten an. Einem Bericht der spanischen Zeitung "Cinco Dias" zur Folge, soll die Neuregelung insgesamt Einsparungen von 2,6 Milliarden Euro bringen. Das bisher im spanischen Real Decreto hinterlegte Prämienmodel soll wegfallen; zukünftig soll es nur noch einen regulären Einspeisetarif geben.
Der Vorschlag des spanischen Wirtschaftsministeriums sieht vor, dass Anlagen die über das bisherige Förderregime vergütet werden ebenso von der Neuregelung betroffen sind wie Anlagen, die vor dem 01.01.2012 an das Netz gehen. Branchenverbände kritisieren den fehlenden Bestandsschutz für die bereits am Netz befindlichen Altanlagen. Der gänzliche Wegfall des Prämienmodells würde zu einem Sinken der Stromtarife führen, die das bisherige Prämienmodell gegenfinanzieren.
Alleine im PV-Bereich soll so über eine Milliarde Euro eingespart werden. Die spanische Regierung bestätigte diese Zahlen bisher nicht, sondern verwies auf eine generelle Prüfung der geltenden Förderbedingungen für alle EE-Technologien. Eine Entscheidung über entsprechende Anpassungen soll bis Anfang Juli bekannt gegeben werden.
Weitere Informationen:
www.cincodias.com/articulo/empresas/Industria-bajara-primas-todas-renovables-funcionamiento/20100614cdscdiemp_1/cdsemp/
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