Spanien setzt Förderung für erneuerbare Energien vorübergehend aus
Der spanische Industrieminister José Manuel Soria verkündete am Freitag einen Stopp für die Förderung erneuerbarer Energien. Betroffen sind Anlagen, die über noch keine Genehmigung oder Anmeldung verfügen. Bereits im Bau befindliche Kraftwerke sowie ans Netz angeschlossene Anlagen erhalten weiterhin die zugesicherten Fördermaßnahmen.
Soria machte deutlich, dass man langfristig am Ausbauziel der erneuerbaren Energien festhalten wolle. Das Aussetzen der Förderung habe demnach nur vorrübergehenden Charakter und soll das Defizit im Energiesektor abbauen, das in den letzten Jahren auf insgesamt 24 Mrd. Euro angewachsen ist.
Der Beitrag Spaniens zum Ausbau der erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene sei laut Ministerium ebenfalls nicht gefährdet. Gemäß „National Renewable Energy Action Plan“ verfolgt Spanien das Ziel, bis 2020 eine installierte Kapazität von insgesamt 38 GW im Wind- und von über 8,3 GW im PV-Bereich zu erreichen. Derzeit sind 20,6 GW bzw. rund 3,8 GW am Netz.
Bereits in der Vergangenheit hatte Spanien die Förderung für erneuerbare Energien gekürzt, um die Belastung des Haushaltes zu verringern (vgl. auch
Nachricht vom 07.07.11 und
Nachricht vom 07.10.11).
Weitere Informationen:
Ministerio de Industria, Energía y Turismo
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