SPANIEN: Strategieanpassung beim EE-Ausbau
Der spanische Sektor für erneuerbare Energien befindet sich in einer Anpassungsphase, verschiedene Gesetzesinitiativen führen zu deutlichen Veränderungen. Geschäftschancen werden vor allem bei Solarthermie und Windkraft ausgemacht. So stellt die Bauverordnung ("Código de la Construcción") und ihre Durchführungsbestimmungen ("Reglamento de Instalaciones Térmicas en los Edificios, RITE") ein Regelwerk dar, dass bei Neubauten wie auch bei Rehabilitationsarbeiten den verpflichtenden Aufbau von Solarthermie-Anlagen festhält.
Trotz der deutlichen Abkühlung im spanischen Wohnungsbausektor bewerten ExpertenMarktmöglichkeiten in diesem Segment in den kommenden Jahren weiterhin als beachtlich. Erhebliche Chancen bestehen ferner im Bereich der Windkraft. Hier wird die installierte Kapazität bis Ende 2010 auf rund 20 GW geschätzt. Experten gehen davon aus, dass sich bis Ende 2020 die gesamte betriebsbereite Kapazität auf rund 40 GW belaufen dürfte, 5 GW sollen Offshore installiert werden. Nötige Impulse dafür setzt ein von der spanischen Regierung vor wenigen Wochen veröffentlichter Plan für den Aufbau von Offshore-Windkraftanlagen. Damit würde die gesamte betriebsbereite Kapazität um 2020 bei etwa 45 GW liegen. Weitere Geschäftschancen dürften aber vor allem in der Geothermie und Biomasse liegen.
Biomasse gewinnt in Spanien immer mehr an Bedeutung. Sie gilt als Wachstumssektor, und bietet vor allem Chancen für Technologietransfer und Möglichkeiten für Lieferung von Anlagen und Ausrüstungen.Geothermie ist ein Segment, das bisher im Gegensatz zur Wind- oder Solarenergie, so gut wie noch nicht erschlossen ist. Hier bestehen gute Möglichkeiten der Kooperation im Beratungsbereich sowie bei der Lieferung von Anlagen und Ausrüstungen auf Herstellerebene.
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