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Windenergiemarkt Estlands gerät in Bewegung
20.02.08

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Windenergiemarkt Estlands gerät in Bewegung

Die natürlichen Bedingungen für den Einsatz von Windenergie in Estland sind überdurchschnittlich gut. Trotzdem waren bis Ende 2006 lediglich eine Handvoll Windkraftanlagen an das zentrale Verteilungsnetz angeschlossen. Die installierte Kapazität betrug 32 MW. Der deutliche Zuwachs auf 58 MW im Jahr 2007 weist jedoch auf ein deutliches Wachstum auf dem estnischen Windenergiemarkt hin. Laut dem Verband der estnischen Windkraftbranche, Eesti Tuuleenergia Assotsiatsioon (EWPA), liegen Informationen über weitere Projektvorhaben, darunter auch mehrere Großprojekte, vor. Insgesamt könnte mittelfristig eine Gesamtkapazität von rund 400 MW erreicht werden, so der Verband.

Die Regelungen bezüglich der Einspeisung von Strom beim staatlichen Stromkonzern Eesti Energia haben sich seit Mitte 2007 verändert. Neuanträge müssen nun eine Garantie enthalten, die besagt, dass für den Fall von Windstille kompensatorisch auf Ersatzkapazitäten - im In- oder Ausland - mit einer vergleichbaren Leistung zurückgegriffen werden kann. So soll die Deckung der Grundlast gewährleistet werden. Sicherungsmöglichkeiten bestehen vor allem durch die Überlandverbindung mit Lettland und Russland sowie seit Anfang 2007 auch durch die unterseeisch verlaufende Anbindung Estlink an Finnland.

Schätzungen zufolge könnte Estland dank dieser Möglichkeiten gegenwärtig den Ausfall von etwa 750 MW relativ problemlos kompensieren. Abzuwarten bleibt, ob unter den neuen Bedingungen die Pläne zu Offshore-Windparks noch umsetzbar sind. Entsprechende Pläne werden von drei Unternehmen verfolgt. Als Standorte sind die Ostsee sowie Estlands größter Binnensee, der Peipussee, im Gespräch.

Weitere Informationen: www.bfai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente-Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200802078013

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