Zypern: Kürzung der Einspeisetarife für Wind und PV im Gespräch
Aufgrund der schnellen Entwicklung der erneuerbaren Energien wird derzeit die Kürzung der Einspeisetarife für neu installierte PV- und Windenergieanlagen in Zypern diskutiert. Damit würde Zypern anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Italien, Tschechien und Spanien folgen.
Bereits 2010 hatten die erneuerbaren Energien in Zypern einen Anteil am gesamten Energieverbrauch von 5,4 Prozent. Das ursprüngliche Ziel für 2011 liegt nur bei 4,9 Prozent und wurde somit bereits übertroffen. Laut zyprischem Handelsministerium würden die niedrigeren Einspeisetarife ausschließlich für neu installierte Anlagen gelten und nur unter der Voraussetzung, dass die Beschaffungs-und Installationskosten der Anlagen sinken. Sollte das nicht der Fall sein, werden keine Veränderungen eingeführt.
Im Rahmen der Förderung von erneuerbaren Energien in Zypern erhalten Stromerzeuger über einen Zeitraum von 20 Jahren derzeit einen festen Vergütungssatz von 0,17 Euro/kWh aus Windenergie, 0,35 Euro/kWh aus kleineren PV-Anlagen, 0,31 Euro/kWh aus PV-Großprojekten und 0,26 Euro/kWh für solarthermische Anlagen.
Im März 2011 ging Zyperns erster Windpark mit einer Kapazität von 82 MW in Betrieb (vgl.
Meldung vom 23.03.2011). Bis 2020 sollen insgesamt 300 MW installiert sein. Die installierte Kapazität von PV-Anlagen liegt derzeit bei sieben MW und soll auf 192 MW bis 2020 steigen.
Weitere Informationen:
Ministry of Commerce, Industry and Tourism's Energy Service,
National Renewable Energy Action Plan
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