Belgien: Trotz Förderkürzung mehr PV-Installationen
So wie die Subventionen und steuerlichen Erleichterungen für die Solarenergie gekürzt werden, so werden die Solarmodule in Belgien Tag für Tag günstiger. Im Ergebnis war das Jahr 2011 allen kritischen Stimmen zum Trotz mit einem Zubau von 880 MW ein Rekordjahr in punkto PV-Neuinstallationen. Expertenmeinung zur Folge hält dieser Aufwärtstrend in 2012 an. Hohe Wachstumschancen bieten sich vor allem im industriellen und gewerblichen Bereich, da hier weiterhin Steuerabschreibungsmodelle existieren.
Alex Polfliet, der Geschäftsführer des belgischen Erneuerbare-Energien-Beratungsunternehmen Zero Emission Solutions (ZES), ist überzeugt, dass sich die Erfolgsgeschichte in 2012 wiederholen wird. Entgegen der einhelligen Meinung, die Amortisationsdauer für PV-Anlagen habe sich in Belgien um fünf Jahre verlängert, berechnet Polfliet, dass die PV-Nutzer aufgrund der gefallenen Preise die Kosten für die Anlage innerhalb von sieben Jahren wieder eingenommen haben.
Bezogen auf die Pro-Kopf-PV-Installationen werde Belgien mittelfristig nach Berechnungen von ZES hinter Deutschland an zweiter Stelle stehen. ZES geht bei seinen Berechnungen davon aus, dass etwa 2015 bzw. 2016 Strom aus PV-Aufdachanlagen günstiger sein wird als der Strom aus dem Netz. Danach wären keine weiteren Subventionen nötig.
Weitere Informationen:
Sun & Wind Energy,
The Solar Future Belgium 2012,
ZNS
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