Chile: Neues Gesetzesvorhaben für die Etablierung eines 20-Prozent-Zieles bis 2020
Chiles Regierung erwägt derzeit einen Gesetzentwurf zur Förderung erneuerbarer Energien, der eine neue verbindliche Quote für Energieversorger im Strommarkt festlegt.
Derzeit sind diese verpflichtet, bis 2015 fünf Prozent des Stroms und bis 2024 insgesamt zehn Prozent des Stroms aus nicht konventionellen erneuerbaren Energien bereitzustellen. Laut Gesetzentwurf soll diese Quote bis 2020 auf einen Anteil von 20 Prozent erhöht werden.
Über einen steigenden Anteil neuer Kapazitäten soll unter anderem die Abhängigkeit von bestehenden volatilen Wasserkraftkapazitäten eingeschränkt werden. Die Anhebung des Ziels könnte als Effekt zusätzliche Erneuerbare-Energien-Projekte mit einer Kapazität von vier GW und einem Investitionsvolumen von rund zehn Mrd. US-Dollar nach sich ziehen.
Durch die hervorragenden natürlichen Potenziale könnte dem Ausbau der Windenergie die größte Bedeutung beim Erreichen des 20-Prozent-Ziels zukommen. Derzeit werden Windparks mit einer Gesamtkapazität von 1.000 MW realisiert (vgl. auch
Marktnachricht vom 02.01.2012). Über die Vergabe von langjährigen Stromabnahmeverträgen unter anderem auch über direkte Lieferverträge mit energieintensiven Branchen wie dem Bergbau soll der Ausbau der Windenergie weiter vorangetrieben werden. Darüber hinaus gerät auch der PV-Sektor des Landes in Bewegung.
Der Gesetzesentwurf wurde am 18. Januar 2012 vom Senat mit 24 Stimmen genehmigt und wird derzeit im zuständigen Ausschuss des Unterhauses geprüft.
Weitere Informationen:
Senat der Republik Chile
Weitere Informationen und Angebote der Exportinitiative Erneuerbare Energien zu:
Chile,
Exporthandbuch Erneuerbare Energien Lateinamerika 2010/2011
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