Thailand: Kraftwerk mit neuer CSP-Technik ans Netz angeschlossen
Seit dem 25. Januar 2012 speist das TSE1 als erstes Parabolrinnen-Kraftwerk in Thailand Strom ins Netz ein (vgl.
Meldung vom 05.12.2011). Es handelt sich zudem um das erste CSP-Kraftwerk weltweit, das auf Basis der direkten Verdampfung von Wasser arbeitet. Die verwendete Technik wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in langjähriger Forschungsarbeit entwickelt.
Durch die direkte Verdampfung von Wasser wird der Einsatz des teuren und umweltgefährdenden Thermalöls inkl. Wärmetauscher vermieden, was gleichzeitig die Effizienz deutlich erhöht und die Kosten senkt. Zudem sind mit der Direktverdampfung Betriebstemperaturen von bis zu 500 °C möglich, so dass eine Temperaturbegrenzung auf maximal 400 °C, bei der sich das Thermalöl zersetzen würde, nicht mehr nötig ist.
Die Planung des thailändischen CSP-Kraftwerks erfolgte durch das deutsche CSP-Unternehmen Solarlite GmbH. Die Receiver wurden von der Schott AG und die Kollektornachführung von der Firma Bosch bereitgestellt.
Im Rahmen des Forschungsprojektes „Duke“, das durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert wird, testen die Solarlite GmbH und das DLR bereits eine neue Variante der Direktverdampfung, die weitere Kostensenkungen ermöglichen soll.
Weitere Informationen:
Solarlite GmbH,
DLR,
Bosch Solar Energy,
Schott AG
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