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Solardachprojekt Palästinensische Gebiete

Solardachprojekt Palästinensische Gebiete

Einweihungsdatum: 02. Dezember 2009

Kollektorfeld Zone 1

Enthüllung der Gedenktafel

Erläuterung Ertragsdisplay

Einweihungsfeier

Die Energiesituation in den Palästinensischen Gebieten ist einerseits geprägt durch eine schwierige Wirtschaftsentwicklung, unsichere Stromversorgung und fehlende eigene fossile Energieträger. Andererseits herrschen sehr günstige klimatische Bedingungen für den Einsatz von Solartechnik und ein zunehmendes (privatwirtschaftliches) Engagement, alternative Energieressourcen zu nutzen. Bereits etwa 70% der Haushalte besitzen eine solarthermische Anlage. Diese sind jedoch nahezu ausschließlich kleine Thermosiphonanlagen zur Trinkwassererwärmung auf recht einfachen technischen Niveau. Die Energieautonomie ist und bleibt, insbesondere aufgrund wachsender Bevölkerungszahlen, eine strategische Notwendigkeit, kann aber aufgrund der instabilen politischen Situation derzeit noch nicht in Form einer unabhängigen Energiestrategie umgesetzt werden. Mit einer hochwertigen, kombinierten solarthermischen Anlage zur Warmwassererwärmung und Heizungsunterstützung, die an der Talitha Kumi Schule in Beit Jala, Palästina, installiert wurde, betritt die Ferrostaal AG Neuland in dieser Region. Auf den Flachdächern von drei Gebäuden wurden 80 Flachkollektoren mit insgesamt ca. 200 m² Bruttofläche errichtet, die die absorbierte Wärme an Pufferspeicher des Warmwasser- und Heizungssystem abgeben. Ein Display stellt die Betriebszustände und Erträge aller drei Anlagen dar. Mit den Solaranlagen kann der Bedarf an Heizöl um 21.000 Liter pro Jahr reduziert und damit das Budget der Schule deutlich entlastet werden. Darüber hinaus vermeidet die Anlage 57 Tonnen CO2 pro Jahr.

An der Talitha Kumi Schule, welche sich in Trägerschaft der Berliner Mission befindet, wird religionsübergreifend unterrichtet. Ein leuchtendes Beispiel für Gemeinsamkeit, Offenheit und Versöhnung durch die Wissensvermittlung an Schüler in dieser Krisenregion.
Ferrostaal realisierte die Anlage der Schule als Spende, um die Potenziale solarthermischer Energiegewinnung in einem gemeinnützigen Kontext in der Region sichtbar zu machen.

In einer feierlichen Eröffnung am 2. Dezember 2009 wurde die Anlage in Anwesenheit der palästinensischen Tourismusministerin, Dr. Khouloud Daibes-Abu Dayyeh, des Bishop of the Evangelical Lutheran Church in Jordan and the Holy Land, The Right Reverend Munib A. Younan, dem stellvertretenden Leiter des Vertretungsbüros der Bundesrepublik Deutschland in Ramallah, Gerhard Schlaudraff, sowie des Vorstandsvorsitzenden der Ferrostaal AG, Dr. Matthias Mitscherlich, in Betrieb genommen.

Anlagendaten:

Leistung gesamt:

140,6 kWth

Kollektortyp:

Vaillant auroTHERM plus VFK 145/150

Zone 1:
Hauptgebäude, Elementarschule, Gästehaus

49 Kollektoren:

86,1 kWth

Pufferspeicher:

2.000 l

Trinkwasserspeicher:

1.500 l

Zone 2 & Zone 4:
Sekundärschule und Sporthalle

20 Kollektoren:

35,1 kWth

Pufferspeicher:

2.000 l

Trinkwasserspeicher:

1.500 l

Zone 3:
Kindergarten

12 Kollektoren:

21,1 kWth

Pufferspeicher:

2.000 l

 

Links:

Talitha Kumi Schule

Ferrostaal AG

Downloads:

Pressemitteilung zum Projektauftakt
Pressemitteilung zur Einweihung
Broschüre des Solardachprojekts
Fotodokumentation des Solardachprojekts

 

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